Seminar über die Untersuchung und Verfolgung von internationalen Verbrechen für Richter:innen und Staatsanwält:innen aus dem französischsprachigen Afrika

 

Die Internationale Akademie Nürnberger Prinzipien, das Asser-Institut und die Antonio Cassese Initiative veranstalteten vom 1. bis 5. Juli 2024 im Asser-Institut in Den Haag ein fünftägiges Seminar für Richter:innen und Staatsanwält:innen aus dem frankophonen Afrika über die Ermittlung und Verfolgung von internationalen Verbrechen. Es folgte ein zweitägiges Online-Seminar, das am 4. und 6. Juni 2024 stattfand. Fünfzehn Richter:innen und Staatsanwält:innen aus Burkina Faso, der Demokratischen Republik Kongo, der Elfenbeinküste Kamerun, Niger, Togo und Tschad reisten zu diesem Anlass an.

Das Programm kombinierte theoretische und praktische Einheiten. Die Schulungskurse behandelten Themen wie sexuelle und geschlechtsspezifische Gewalt, das Verhältnis zwischen humanitärem Völkerstrafrecht und Terrorismusbekämpfung sowie internationale Zusammenarbeit. Sie wurden von internationalen Expert:innen gehalten, darunter Akademiker:innen und Praktiker:innen, die am Internationalen Strafgerichtshof (IStGH) tätig sind. Das Programm umfasste auch einen Studienbesuch beim IStGH.

Die Akademie wurde von Darleen Seda, Referentin für Training und Fortbildung, und Dr. Pauline Martini, Projektassistentin, vertreten. Frau Seda hielt die Eröffnungsrede und Dr. Martini hielt eine Fallstudiensitzung über Verbrechen gegen die Menschlichkeit. (bk)