Intensivkurs zu Ermittlungen und Anklagen bei internationalen Verbrechen

 

Die Internationale Akademie der Nürnberger Prinzipien arbeitet mit dem Internationalen Residualmechanismus für die Ad-hoc-Strafgerichtshöfe (der Mechanismus) und der Generalstaatsanwaltschaft des Berufungsgerichts Abidjan zusammen, um gemeinsam einen Intensivkurs zum Thema Ermittlungen und Anklagen bei internationalen Verbrechen durchzuführen. Der Kurs findet vom 6. bis 10. Mai 2019 in Abidjan, Côte d'Ivoire, statt und wird in Französisch gehalten.

Der Intensivkurs soll die nationalen Staatsanwälte und Ermittlungsrichter in Zentral- und Westafrika dabei unterstützen, die zahlreichen Herausforderungen zu überwinden, mit denen sie in ihrer jeweiligen Rolle bei der Verfolgung internationaler Verbrechen konfrontiert sind. An dem Kurs nehmen 28 Staatsanwälte und Ermittlungsrichter aus Côte d'Ivoire, Guinea, Mali, Niger, Senegal und der Zentralafrikanischen Republik teil. Er bietet den Teilnehmern die Gelegenheit, die Anwendung des Völkerstrafrechts und des humanitären Völkerrechts mit erfahrenen Anklägern des Mechanismus‘ sowie des Internationalen Strafgerichtshofs und der Außerordentlichen Afrikanischen Kammern eingehend zu erörtern.

Der Kurs besteht aus fünf Modulen zum Völkerstrafrecht und zum humanitären Völkerrecht. Als Grundlage für die Module dient ein fiktiver Fall zu einem bewaffneten Konflikt, der zahlreiche Probleme in den Ermittlungs- und Strafverfahren bei internationalen Verbrechen beinhaltet, wie sie auch in der Realität auftreten.

Diese Veranstaltung steht unter dem gemeinsamen Ziel, Recht und Verantwortlichkeit in West- und Zentralafrika durch Kapazitätsaufbau und den Austausch von Wissen und Know-how zu stärken.

 

Die Teilnehmer des Intensivkurses
Marie-Léonard Lebry, Generalstaatsanwalt von Abidjan, und Serge Brammertz, Chefankläger des Mechanismus
Teilnehmer bei einer Gruppenaufgabe