Am 23. November 2025 öffnete die Akademie ihre Türen für die Öffentlichkeit zum Tag der offenen Tür und bot den Besucher:innen einen umfassenden Einblick in ihre Mission in den Bereichen Bildung, Forschung und Öffentlichkeitsarbeit im Bereich der internationalen Strafjustiz. Die Veranstaltung umfasste eine Reihe von Aktivitäten und Präsentationen, die Initiativen zur Kapazitätsstärkung, Forschung und Diskurs vorstellten und den Teilnehmer:innen Einblicke in die laufenden Projekte der Akademie sowie ihre Aufgabe zur Förderung des Völkerrechts und der damit verbundenen Menschenrechte gewährten.
Das Programm begann mit Begrüßungsworten der stellvertretenden Direktorin Dr. Viviane Dittrich, der Zweiten Bürgermeisterin von Nürnberg Professor Dr. Julia Lehner und des Nürnberger Stadtrats Dr. Nasser Ahmed. Anschließend folgte die Podiumsdiskussion „Nürnbergs Erbe: Ein Vermächtnis in Gefahr?“, die den aktuellen Stand des Völkerrechts beleuchtete und gleichzeitig die anhaltende Relevanz von Nürnberg für die Bewältigung zeitgenössischer globaler Herausforderungen reflektierte. Die Referent:innen Professor Dr. Eckart Conze, Professorin Dr. Lena Foljanty, Dr. Astrid Reisinger-Coracini und Moderator Benjamin Dürr betonten, dass Nürnberg nach wie vor einen grundlegenden Meilenstein für eine internationale Rechtsordnung darstellt, die auf Fairness und Verantwortlichkeit basiert. Zeitgenössische Entwicklungen, wie die Strafbarkeit von Angriffskriegen und aktuelle Verfahren gegen Staatsoberhäupter, wurden als Belege für die fortdauernde Bedeutung der Nürnberger Prinzipien angeführt.
Das Programm beinhaltete zudem Vorführungen der Dokumentarfilm „Frieden durch Recht – Das Vermächtnis von Thomas Buergenthal“, der das Leben und Wirken von Richter Buergenthal im Streben nach Gerechtigkeit in den Fokus rückte, sowie eine Moot-Court-Inszenierung unter Leitung der Projektreferentin Dr. Emma Brandon, der Doktorandin der Universität Bamberg Jenna Birnbohm-Kaminski und einer Delegation von Student:innen der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg. Die Veranstaltung endete mit einem Dialog zu aktuellen Fragen des Völkerrechts, der eine interaktive Diskussion zwischen dem Direktor Professor Dr. Christoph Safferling und den Teilnehmer:innen ermöglichte.
Dieser Tag der offenen Tür war Teil einer umfassenderen Reihe von Veranstaltungen, die im Ostflügel des Nürnberger Justizpalastes anlässlich des 80. Jahrestages der Eröffnung der Nürnberger Prozesse stattfanden. Organisiert vom Memorium Nürnberger Prozesse, lief das Programm vom 21. bis 23. November 2025 und umfasste Podiumsdiskussionen, Führungen und weitere öffentliche Initiativen, die alle kostenlos angeboten wurden. (pg)









