Am 1. Dezember 2025 lud die Internationale Akademie Nürnberger Prinzipien in Zusammenarbeit mit dem British Institute of International & Comparative Law (BIICL) und dem Robert H. Jackson Center zu einer Podiumsdiskussion in London ein.
Unter dem Titel „80 Jahre danach – Das Vermächtnis der Nürnberger Prozesse für die Rechenschaftspflicht“ widmete sich die Veranstaltung der anhaltenden Relevanz der Nürnberger Prozesse und der daraus hervorgegangenen Nürnberger Prinzipien für den heutigen globalen Einsatz gegen Straflosigkeit.
Im Mittelpunkt stand die Frage, welche Bedeutung die in Nürnberg gesetzten Präzedenzfälle für aktuelle Debatten um Immunitätsdoktrinen und die Strafverfolgung von Staatsvertreter:innen wegen internationaler Verbrechen haben. Darüber hinaus beleuchteten die Referierenden den rechtlichen und politischen Kontext der 1940er Jahre – insbesondere die Arbeit der Kriegsverbrecherkommission der Vereinten Nationen – und diskutierten, welche Lehren sich daraus für heutige Bemühungen um Rechenschaftspflicht ziehen lassen.
Das Podium setzte sich wie folgt zusammen:
Vorsitz
- Joanna Korner CMG KC, Richterin am Internationalen Strafgerichtshof
Referierende
- Diane Marie Amann, Regents’ Professor of International Law, Emily & Ernest Woodruff Chair in International Law und Co-Direktorin des Dean Rusk International Law Center an der University of Georgia
- Kirsty Sutherland, Rechtsanwältin bei 9BR Chambers
- Sir Howard Morrison KCMG CBE KC, ehemaliger Richter am IStGH und derzeit unabhängiger Berater für Kriegsverbrechen beim ukrainischen Generalstaatsanwalt
- Dan Plesch, Professor für Diplomatie und Strategie an der SOAS University of London und Visiting Research Fellow am BIICL
- Christoph Safferling, Direktor der Internationalen Akademie Nürnberger Prinzipien
Im Anschluss an die Podiumsdiskussion folgte eine Fragerunde mit dem Publikum. Hier finden Sie das Video der Veranstaltung.
Diese Veranstaltung war als Teil des einjährigen internationalen Symposiums mit dem Titel ‚80 Years of Nuremberg Symposium‘ konzipiert, das vom Robert H. Jackson Center in Zusammenarbeit mit führenden Institutionen aus den Vereinigten Staaten, Deutschland und dem Vereinigten Königreich organisiert wird. (bk)
