Das Studierendenteam der University of Colombo, Sri Lanka, gewann die Finalrunde des Nuremberg Moot Court 2026 im historischen Saal 600 des Nürnberger Justizpalasts. Auf dem zweiten Platz folgte die University of New South Wales aus Australien.
Die Internationale Akademie Nürnberger Prinzipien und die Forschungsstelle Völkerstrafrecht (ICLU) der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) veranstalteten vom 22. bis 25. Juli die 14. Ausgabe des Nuremberg Moot Court.
In diesem Jahr nahmen 130 internationale Jurastudierende von 34 Universitäten aus 25 Ländern an den mündlichen Runden teil. Die Teilnehmenden vertieften ihre praktischen Kompetenzen anhand eines fiktiven völkerstrafrechtlichen Falls zum Thema des Kriegsverbrechens der Rekrutierung von Kindern unter 15 Jahren durch eine nichtstaatliche bewaffnete Gruppe.
Das siegreiche Team der University of Colombo aus Sri Lanka bestand aus Gevindu Pitiduwa Gamage, Zaman Mohamed Nazar und Sahanma Perumbuli Achchige. Die University of New South Wales, Australien, vertreten durch Simon Wilton, Will Martin und Rowan Gray, belegte den zweiten Platz.
Die hochrangige internationale Jury setzte sich unter anderem aus Richter:innen, Staatsanwält:innen und Akademiker:innen zusammen. Die Vorsitzende Richterin der Finalrunde Joanna Korner, Richterin am Internationalen Strafgerichtshof, bezeichnete es als „ein echtes Privileg, zur Teilnahme als Jurymitglied bei diesem Moot-Wettbewerb eingeladen worden zu sein“.
Die drei besten Redner:innen des Nuremberg Moot Court 2026 waren Natalia Anesashvili (Ivane Javakhishvili Tbilisi State University, Georgien), Zaman Mohamed Nazar (University of Colombo, Sri Lanka) und Simon Wilton (University of New South Wales, Australien).
In diesem Jahr gab es sieben zweitplatzierte Redner:innen mit gleicher Punktzahl: Elene Ekaterine Dvalidze (Ivane Javakhishvili Tbilisi State University, Georgien), Sarah Greilich (Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, Deutschland), Samantha Kenkel Danly (Arizona State University Sandra Day O'Connor College of Law, USA), Ananya Kumar (Rajiv Gandhi National University of Law, Punjab, Indien), Will Martin (University of New South Wales, Australien), Devni Neha Jayaweera (Ritsumeikan Asia Pacific University, Japan) and James Phillip Goroh Sewe (Jomo Kenyatta University of Agriculture of Agriculture and Technology, Kenia).
Für die besten schriftlichen Memoranda der Anklage wurden das Team der Rajiv Gandhi National University of Law, Indien, und das Team der De La Salle University von den Philippinen ausgezeichnet. Den Preis für das beste schriftliche Memorandum der Verteidigung erhielt das Team der Rivers State University, Nigeria.
Professor Dr. Christoph Safferling, Direktor der Internationalen Akademie Nürnberger Prinzipien und Inhaber des Lehrstuhls für Strafrecht und Völkerrecht an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, sagte:
„Dass Studierende aus aller Welt sich im Saal 600 mit dem Völkerstrafrecht auseinandersetzen, ist ein starkes Zeichen. Sie kamen sowohl aus Vertragsstaaten als auch aus Nichtvertragsstaaten des Römischen Statuts – darunter sogar Länder, die aktuell von bewaffneten Konflikten betroffen sind. Ihre Teilnahme zeigt, dass die Werte von Gerechtigkeit, Rechenschaft und Dialog die nächste Generation von Juristinnen und Juristen weiterhin inspirieren. Die Zukunft des Völkerstrafrechts ist in guten Händen."
Fotos des Nuremberg Moot Court 2026 und der Videomitschnitt des Finales stehen in Kürze auf der Website des Nuremberg Moot Court zur Verfügung.
