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Diskurs

Filmvorführung und Diskussion zu „Nürnberg“


08. Mai 2026

3 Personen sitzen auf einer Kinobühne und Publikum

Am 8. Mai 2026 jährte sich das Ende des Zweiten Weltkriegs in Europa. An diesem Tag des Erinnerns und der Gedenkens nahm Akademiedirektor Professor Dr. Christoph Safferling, gemeinsam mit Nina Lutz, Leiterin des Memoriums Nürnberger Prozesse, an einer Vorführung des Films „Nuremberg" im Casablanca Filmkunsttheater in Nürnberg teil.

Der Film von James Vanderbilt, dessen Titel in der deutschen Version „Nürnberg" heißt, basiert auf dem 2014 erschienenen Buch „The Nazi and the Psychiatrist" (deutsche Ausgabe „Der Nazi und der Psychiater") von Jack El-Hai. Er beschäftigt sich mit dem Psychiater Douglas M. Kelley, der die Angeklagten im Vorfeld der Nürnberger Prozesse untersuchte.

Im Anschluss an die Vorführung fand eine Diskussion statt, moderiert von Matthias Damm, Leiter des Casablanca Filmkunsttheaters. Dabei erhielt das Publikum die Gelegenheit, historische Fakten von fiktionaler Zuspitzung und Geschichte von ihrer dramatisierten Darstellung zu unterscheiden. Zudem ging es um das Vermächtnis der Nürnberger Prozesse und die Bedeutung des Films als „Einstieg“ in internationale Rechtsfragen für ein breiteres Publikum. Dieses Thema war im Kontext des 80. Jahrestages des Beginns der Nürnberger Prozesse im vergangenen Jahr und angesichts der aktuellen öffentlichen Debatten über die internationale Rechtsordnung von besonderer Bedeutung. Das Gespräch bot zudem die Möglichkeit, erneut über die „Banalität des Bösen“ und die Rolle hochrangiger Funktionsträger als „Schreibtischtäter“ zu reflektieren, unter Rückgriff unter anderem auf die Arbeiten der Autorin und Philosophin Hannah Arendt. (ec/em)