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Diskurs

Konferenz über Verbrechen gegen die Menschlichkeit in Warschau


20. April 2026

© Karolina Szatkowska / Pilecki-Institute Warsaw

Vom 20. bis zum 21. April wurde Warschau im Rahmen der Konferenz „Die Wurzeln von Verbrechen gegen die Menschlichkeit: Überbrückung der normativen Lücke“ zu einem lebendigen Zentrum des internationalen rechtlichen Austauschs.

Die Veranstaltung wurde vom Pilecki-Institut in Zusammenarbeit mit dem polnischen Außenministerium organisiert und stand unter der Schirmherrschaft des stellvertretenden Ministerpräsidenten und Außenministers Radosław Sikorski. Sie brachte führende Wissenschaftler:innen und Fachleute aus aller Welt zusammen.

Zu den renommierten Sprecher:innen zählten unter anderem Botschafter Frank Perrez, Prof. Stefanie Bock, Prof. Karolina Wierczyńska, Prof. Kevin John Heller, Akademiedirektor Prof. Dr. Christoph Safferling, Prof. Patrycja Grzebyk, Prof. Mark Lewis sowie viele weitere, deren Beiträge zu tiefgehenden Diskussionen über eine der drängendsten Herausforderungen des heutigen Völkerrechts führten.

Im Mittelpunkt der Konferenz standen Verbrechen gegen die Menschlichkeit – eines der vier Kernverbrechen des Völkerstrafrechts – sowie das fortbestehende Fehlen eines verbindlichen internationalen Übereinkommens zu ihrer Prävention und Bestrafung. Aufbauend auf den Entwürfen der International Law Commission aus dem Jahr 2019 und den laufenden Verhandlungen bei den Vereinten Nationen wurde diskutiert, ob das Ziel eines solchen Übereinkommens bis 2029 realistisch erreicht werden kann.

Wie Krystian Wiciarz, kommissarischer stellvertretender Forschungsdirektor des Pilecki-Instituts, hervorhob, bleibt die wissenschaftliche Auseinandersetzung sowohl mit den historischen Wurzeln als auch mit der gegenwärtigen strafrechtlichen Verfolgung solcher Verbrechen von zentraler Bedeutung. Ebenso wichtig ist die fortlaufende Analyse der totalitären Systeme, in denen diese Verbrechen begangen wurden.

Die Intensität der Diskussionen unterstrich erneut die Bedeutung, die normative Lücke zu schließen und die Rechenschaftspflicht im Völkerrecht weiter zu stärken.

Vollständiges Programm und Liste der Sprecher:innen.

Aufzeichnung der Konferenz auf YouTube. (bk)