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Kapazitätsstärkung

Kapazitätsstärkung im Bereich der Ermittlung von sexualisierter und geschlechterbezogenen Gewalt in Konflikten


18. Mai 2026 - 22. Mai 2026

Bärenschanzstraße 72, 90429 Nürnberg

Institute for International Criminal Investigations

Workshop-Teilnehmende sitzen an Tischen in einem Raum und blicken auf zwei Trainer, die vor ihnen stehen

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Vom 18. bis 22. Mai fand in Nürnberg der Kurs des Institute for International Criminal Investigations (IICI) zum Thema „Ermittlung von Sexualisierter und Geschlechterbezogener Gewalt (SGBV) in Konflikten“ statt. Darleen Seda, Referentin für Training und Fortbildung, begrüßte die Teilnehmenden und betonte die Aktualität und Bedeutung des Programms. Sie betonte weiter, „dass sexualisiere und geschlechterbezogene Gewalt weltweit auch weiterhin in Konflikten als Waffe und Mittel der Unterdrückung eingesetzt wird; und dass effektive Ermittlungen nicht nur für die Gewährleistung der Rechenschaftspflicht notwendig sind, sondern auch für die Achtung der Würde und der Erfahrungen von Opfern und Überlebenden.“

Das anspruchsvolle Programm verband Vorträge von Expert:innen mit praktischen Übungen, die darauf zielten, das Verständnis der Teilnehmenden von sexualisierter und geschlechterbezogener Gewalt in Konflikten im Rahmen internationaler strafrechtlicher Ermittlungen zu vertiefen. Der Kurs behandelte die Anwendung einer genderbezogenen Analyse (gender analysis) auf Straftaten im Zusammenhang sexualisierter Gewalt und weiterer völkerstrafrechtlicher Verbrechen, und betonte die Notwendigkeit von an Überlebenden orientierten, traumainformierten und Stigma-sensiblen Ansätzen zur Gewährleistung der Rechenschaftspflicht. Ein zentraler praktischer Bestandteil des Kurses war den Kompetenzen in der Interviewführung gewidmet, die in besonders sensiblen Ermittlungssituationen notwendig sind, in denen Ermittlungspersonen rücksichtsvoll auf potenzielle Traumata, Ängsten sowie die Stigmatisierung, der Überlebende und Zeug:innen oft ausgesetzt sind, eingehen müssen. Mehrere Mitglieder der Akademie überstützten den Kurs in praktischen Rollenspiel-Übungen.

Das Programm umfasste zudem einen Besuch des Memorium Nürnberger Prozesse und des historischen Schwurgerichtssaals 600, wodurch den Teilnehmenden die Gelegenheit gegeben wurde, über das Erbe der Nürnberger Prozesse und die andauernde Bedeutung der Nürnberger Prinzipien zu reflektieren.

Weitere Informationen zum Kurs finden Sie hier. (ds/aw)