Am 27. März 2026 gedachten wir, zusammen mit der Fränkischen Gesellschaft für Kultur, Politik und Zeitgeschichte e.V. und dem Memorium Nürnberger Prozesse, Bundesminister a.D. Dr. Oscar Schneider mit einem Werkstattgespräch und einer Abendveranstaltung.
Mit seinem langjährigen und unermüdlichen Engagement prägte Dr. Schneider, der am 29. Dezember 2024 im Alter von 97 Jahren verstarb, maßgeblich die Nürnberger Erinnerungskultur. Er war einer der zentralen Initiatoren des 2001 eröffneten Dokumentationszentrums Reichsparteitagsgelände in Nürnberg und begleitete entscheidend die Gründung des Memoriums Nürnberger Prozesse im Jahr 2010. Er war der Spiritus Rector der Internationalen Akademie Nürnberger Prinzipien, die 2014 gegründet wurde.
Im nachmittäglichen Werkstattgespräch „Erinnerungskultur in Nürnberg nach Dr. Oscar Schneider“ diskutierten lokale und überregionale Expert:innen über Nürnbergs besondere Verantwortung für die Erinnerung an den Nationalsozialismus und die Aufarbeitung der NS-Verbrechen, national wie international. Angesichts der historischen Bedeutung der Stadt, ihrer Verbindung mit Hoffnung auf Gerechtigkeit und einen verantwortungsvollen Umgang mit der Vergangenheit stellte sich die Frage nach den praktischen Konsequenzen in der heutigen Zeit.
Bei der öffentlichen Abendveranstaltung ab 18:00 Uhr „In Erinnerung an Dr. Oscar Schneider. Umgang mit der Vergangenheit – Verantwortung für die Zukunft.“ mit anschließendem Stehempfang ehrten wir im historischen Schwurgerichtssaal 600 das Leben und Wirken Dr. Schneiders. Der bayerische Ministerpräsident Dr. Markus Söder sowie Vertreter:innen der Veranstalter, aus Politik und Justiz gedachten der Verdienste und der Persönlichkeit Dr. Schneiders. (em)













