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Diskurs

Die Akademie nahm an Roundtable-Diskussion zum Völkerrecht teil


01. Dezember 2025

Am 1. Dezember nahm Dr. Viviane Dittrich, stellvertretende Direktorin der Akademie, an einer Expertenrunde fürs humanitäre Völkerrecht teil, dem sogenannten „Roundtable of IHL Academics in Europe“ organisiert vom Internationalen Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) und der Universität Ljubljana („IHL“: engl. Abkürzung für „international humanitarian law“, humanitäres Völkerrecht). Zu Beginn hob Etienne Kuster, Leitender Berater des IKRK für die Beziehungen zu akademischen Kreisen, drei zentrale Herausforderungen hervor: die zunehmende Polarisierung (Erosion gemeinsamer Werte und des Konsenses über Regeln im humanitären Völkerrecht), die Entmenschlichung (Normalisierung schädlicher Rhetorik und Missachtung des Leids betroffener Gemeinschaften) sowie die Ernüchterung (wahrgenommene Doppelmoral und mangelnde Rechenschaftspflicht). Ein besonderer Schwerpunkt lag auf der Bedeutung der Vermittlung des humanitären Völkerrechts in multikulturellen Kontexten sowie auf Bildung und Weiterbildung als Schlüssel zur Förderung von Einhaltung und Rechenschaftspflicht.

Das Programm bestand aus drei Panels: Session 1 zum Thema „Wahrung des Engagements für das humanitäre Völkerrecht in einer polarisierten Welt“, Session 2 zu „Herausforderungen der Einhaltung des humanitären Völkerrechts im Zusammenhang mit Waffenhandelsverträgen – wie können Akademiker Teil der Lösung sein?“ und Session 3 zu „Der aktualisierte Kommentar zur Vierten Genfer Konvention“. Die Roundtable-Diskussion brachte über 30 Expert:innen in einem Online-Meeting zusammen, mit Vortragenden aus der Ukraine, Ägypten, Südafrika, Frankreich und Polen. (bk)