Den Haag, 2. Dezember 2025 — Bei einer ASP-Begleitveranstaltung zur Ljubljana–Haager Konvention betonten die Sprecher die dringende Notwendigkeit einer stärkeren internationalen Zusammenarbeit bei der Verfolgung von Völkermord, Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Kriegsverbrechen.
Professor Dr. Christoph Safferling, Direktor der Internationalen Akademie der Nürnberger Prinzipien, hob das Nürnberger Präzedenzbeispiel hervor und verwies darauf, dass nach dem internationalen Prozess umfangreiche nationale Verfahren in Deutschland und den angrenzenden europäischen Ländern folgten. Er verwies zudem auf das EU-System Eurojust als Blaupause für die Zusammenarbeit in Strafsachen. Seiner Ansicht nach ist es höchste Zeit, stärker in gegenseitige Kooperation zu investieren, wodurch die Ljubljana–Haager Konvention zu einem aktuellen und unverzichtbaren Instrument wird.
Das Panel unter dem Vorsitz von Silvia Fernández de Gurmendi umfasste Beiträge vonProf. Vaios Koutroulis und Dr. Ewelina Ochab, die das Potenzial der Konvention hervorhoben, langjährige Hürden beim Austausch von Beweismitteln, beim Zeugenschutz und bei der Verfolgung von Tätern, die über Grenzen hinweg Zuflucht suchen, zu beseitigen.
Organisiert von den Regierungen der Niederlande, Belgiens, der Mongolei, Argentiniens, Senegals und Sloweniens, unterstrich die Veranstaltung die wachsende Unterstützung für die Annahme der Konvention als praktischen Rahmen zur Förderung der globalen Rechenschaftspflicht. (gp)
