Vom 30. Juni bis 2. Juli 2026 richtet die Akademie eine gemeinsame Fortbildungsveranstaltung zum Thema „Untersuchung und Strafverfolgung der Kernstrafdelikte des Völkerrechts“ aus. Die Veranstaltung wird vom Europäischen Netz für die Aus- und Fortbildung von Richter:innen (EJTN) und dem Sekretariat des Genocide Prosecution Network (GPNS) organisiert.
Diese einführende Fortbildung richtet sich an Strafrichter:innen sowie Staatsanwält:innen aus der gesamten Europäischen Union. Sie bietet den Teilnehmenden die Möglichkeit, die Rechtssysteme und Ermittlungsansätze verschiedener EU-Mitgliedstaaten kennenzulernen und sich darüber auszutauschen.
Die Schulung kombiniert Fachvorträge mit Workshops und gemeinsamen Auswertungssitzungen im Plenum. Ziel ist es, die praktischen Fähigkeiten der Teilnehmenden nach dem Grundsatz des „Learning by Doing“ zu stärken. Den Abschluss bildet eine Moot-Court-Verhandlung, bei der die Teilnehmenden die Rollen der Staatsanwaltschaft, der Verteidigung oder der Kammer übernehmen und einen praxisnahen Fall verhandeln.
Die Durchführung der Schulung in den historischen Räumlichkeiten der Akademie ermöglicht den Teilnehmenden zudem, sich vertieft mit den Nürnberger Prozessen auseinanderzusetzen. Hierzu gehören insbesondere der Besuch des Memorium Nürnberger Prozesse sowie des historischen Schwurgerichtssaals 600, um die anhaltende Bedeutung der Nürnberger Prinzipien für die Gegenwart zu verstehen. (bk)